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  Mähdrescher




Claas Lexion 770
Triebwerk von ...Mercedes
MotorV-Achtzylinder
Hubraum16.000 cm³
Tankinhalt1.150 Liter
Leistung390 kW (530 PS) bei 2000/min
Lenkräder500/85 R 24 - 700/50 R 26,5
Antriebsräder680/85 R 32 - 1050/50 R 32
oder Raupenlaufwerk
Außenbreite3.490 mm
Schneidbreite12.000 mm
Leergewicht17.950 kg
Korntank12.000 Liter

Wir wollen uns einmal anschauen, wie in der Landwirtschaft die moderne Technik Einzug hält und den Arbeitsablauf so stark rationalisiert, dass ein Mensch die Arbeit von früher heute von bis zu hundert erledigen kann. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts finden wir noch diese Handarbeit z.B. bei der Kornernte, schlecht bezahlt aber immerhin (auf dem Feld) gut versorgt. Nur auf den besonders großen Anbauflächen z.B. in USA hat die Mechanisierung schon im 19. Jahrhundert begonnen.

Grundsätzlich muss das Korn mit der Sense abgetrennt (1. Arbeitsgang) und zu Garben zusammengefasst (2. Arbeitsgang) werden. Ist auf dem Bauernhof nicht genügend Platz, werden die Garben aufgestellt oder zu Mieten gebündelt (3. Arbeitsgang). Wichtig ist hierbei die Trocknung und damit ein besonderer Wasserablauf bei Regen.

Auch das Dreschen der gesamten Ernte erfolgt natürlich von Hand. Ein Dreschflegel ist ein länglicher Holzklöppel, der z.B. mit besonderen Lederriemen an einem Holzstiel allseitig beweglich befestigt ist. Damit schlägt man zu mehreren in einem bestimmten schnellen Rhythmus auf die am Boden liegenden Garben ein und trennt so Korn von Ähre.

Ziel der Entwicklung über ca. 70 Jahre ist die Automatisierung all dieser Vorgänge mit möglichst viel Arbeitsleistung pro Zeiteinheit. Angefangen hat das mit einem Mäher, der übrigens in seinen Anfängen vom Pferd gezogen wird, schon seit den Römern bekannt ist und die Drehung der Räder auf das Mähwerk überträgt. Als Handablage bezeichnet man den Vorgang, die Halme zum besseren Abschneiden nach hinten zu bewegen.

Das erledigt in der zweiten Stufe der Mechanisierung ein Mäher mit einem oder mehreren Flügeln, die auch gleichzeitig die Fahrspur für den nächsten Durchgang freihalten. So kann erst das ganze Feld gemäht und dann mit vereinten Kräften Garben gebunden und aufgestapelt werden. Wichtig als Ergänzung für den Mäher ist die Haspel zu erwähnen, heute als Trommel(n) sofort vorn an jedem Mähdrescher zu erkennen.

Scheinbar einfache Vorgänge sind für Maschinen ziemliche Probleme. So z.B. das Knoten des Seils, das die Halme zu Garben zusammenfasst. So liegen am Ende auf dem abgeernteten Feld nur noch Garben und Arbeit von Menschenhand (besonders Frauen) ist zu ca. 90 Prozent eingespart. Der komplizierter gewordene Mechanismus erfordert allerdings mehr Zugpferde, einen separaten Motor oder gleich einen Schlepper.

Natürlich hätte man besonders in Deutschland mit eher kleinen Anbauflächen am liebsten eine Maschine, die auch das Dreschen beherrscht. Dazu gibt es Vorläufer der Mähdrescher, in die Garben eingelegt werden, aus denen in Trommeln mit Schlagleisten und Korb außen das Korn zu einem sehr hohen Prozentsatz herausgeholt wird. Auf Schwingböden erfolgt die endgültige Trennung der Körner und Verfüllung in Säcken.

Ganz kleine Dreschmaschinen können noch von Hand getrieben werden. Effektiv wird das aber nur mit größeren Maschinen. Hier erhält die Rolle einen Sinn, die bei den meisten alten Schleppern auf der Seite zu sehen ist. Es ist der erste Nebenabtrieb, Vorläufer der heutigen Zapfwelle. Darauf läuft ein ziemlich langer Lederriemen, der die stehende Maschine antreibt. Lange Lederriemen müssen nicht so häufig nachgespannt, sprich der Schlepper von der Maschine etwas weiter entfernt werden muss.

Vorläufer des Schleppers ist natürlich die Dampfmaschine, in ihren Ausmaßen etwas größer und behäbiger. Zusammen mit der Dreschmaschine geht es dann tonnenschwer von einem Hof zum nächsten. Wie nicht anders zu erwarten, wird mit der Komplexität die Mechanik immer anfälliger und der Bauer langsam zum Schlosser oder Mechaniker. Allerdings bleibt noch massenhaft Zeit übrig gegenüber der früheren Arbeit mit dem Dreschflegel.

In Deutschland kommen Mitte des 20. Jahrhunderts die ersten Mähdrescher auf. Im Anfang sind sie noch nicht selbstfahrend, sondern werden von einem Schlepper gezogen oder um ihn herum gebaut (angebracht). Jetzt ist die Zweiteilung von Mähen und Dreschen endlich überwunden, beides geschieht zur gleichen Zeit. Allerdings steigt mit dem Aufkommen der Mähdrescher auch die Anforderung an die Schlepperleistung.

Und so sieht ein moderner Mähdrescher aus: Er kann bis zu 12 Meter breit mähen und verarbeiten. Damit das möglichst effektiv geschieht, wird er über GPS gesteuert. Nur wenden muss man noch selbst. Der Ausblick aus der klimatisierten, staubfreien Kabine ist fantastisch. Aber auch nötig, denn das einzige, was man für so einen Giganten fürchten muss, ist ein Defekt. Nein, nicht so sehr wegen der Reparatur, sondern der Ausfallkosten. Aufpassen ist also trotz größtem Komfort unbedingt nötig.

Wenn Sie die technischen Daten oben anschauen, wird Ihnen vielleicht Mercedes als Triebwerkshersteller auffallen. Und es ist kein kleiner Lkw-Motor, sondern schlicht der größte. Offensichtlich ist eine Menge Leistung für die Garben-Verarbeitungsfabrik nötig. Dann wundert einen der Preis für dieses Wunderwerk höher als ein Einfamilienhaus nicht. Aber die Beschleunigung der Arbeit ist maximal. Sogar die Zeit ist vom Hersteller angegeben, in der man die maximal bunkerbaren 12.000 Liter Korn los wird, knapp 2 Minuten ... 01/12



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