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Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Fälschungen: Produkte, auf denen Firmenname und Logo von anderen benutzt werden und Verpackungen, die täuschend echt nachempfunden wurden, ohne den Firmennamen exakt wiederzugeben.

In beiden Fällen handelt es sich um Nachahmerprodukte, bei denen Entwicklungskosten und Ausgaben zur Qualitätssicherung eingespart wurden. In den allermeisten Fällen wird das Ursprungsprodukt nur optisch erreicht, nicht jedoch seine inneren Qualitäten.

Aber was hat man von Bremsbelägen, die nicht das gleiche Vertrauen verdienen wie die des Original-Herstellers. Da solche Produkte meist sogar unwissentlich gekauft werden, hat man für das gleiche Geld oder eine geringe Ersparnis ein unzureichendes, in diesem Fall sogar verkehrsgefährdendes Produkt.

Und wenn Sie als Verbraucher solche oder ähnliche Produkte gar selbst gekauft und eingebaut hätten, würden Sie bei eventuellen Unfällen sogar haften, wenn der fälschende Produzent nicht mehr zu ermitteln ist. Begünstigt wird eine solche Möglichkeit übrigens durch Käufe im Internet. Werkstattpraktiker mahnen schon länger, solche Käufe zusätzlich abzusichern.

Manche dieser Produkte führen gar zu schwerwiegenden Fehlern, die auch viele Werkstätten nicht beheben (können), weil sie mit schwer aufdeckbaren Defekten an Produkten nicht rechnen. Im Gegenteil, oft heißt es im Kundengespräch, dass dieses oder jenes Teil erneuert wurde, man demnach in diesem Bereich nicht zu suchen brauche.

Der ursprüngliche Hersteller des kopierten Teils ist besonders gebeutelt, gehen doch alle Schäden, die mit den Schwierigkeiten nach dem Einbau und der mangelhaften Haltbarkeit verbunden sind, zunächst einmal auf sein Konto. Dabei kann ein mit viel Aufwand hergestellter und unterstützter Markenname auch beträchtlichen Schaden nehmen.

Und stellen Sie sich bitte vor, dass unwissende Benutzer der gefälschten Produkte auch noch vom geschädigten Betrieb Hilfe und Schadenersatz verlangen. Wie lange dauert es, bis das Missverständnis aufgeklärt ist und wie sehr haben sich Mitarbeiter dafür ins Zeug legen müssen. Umso verständlicher, dass Hersteller gegen Nachahmerprodukte vorgehen, so oft sie von solchen erfahren.

Eigentlich sollte der Zoll z.B. Waren aus Fernost entsprechend kontrollieren. Aber das ist wohl personell und vom Kenntnisstand her nicht zu schaffen. So leidet u.U. der unbedarfte Käufer, denn fremde Produkte mit eigenem Logo dürfen vom Produzenten übernommen und zerstört werden. Und für alle Folgen haftet der Käufer ebenfalls. Also Vorsicht bei vermeintlich günstigen Angeboten.


Eine Lösung gibt es z.B. bei ATE. Dort hat man eine downloadbare App entwickelt, die der Werkstatt ermöglicht, die Echtheit von ATE-Produkten nachzuweisen. Man scannt den bei jedem Produkt mitgelieferten Data-Matrix-Code und kann nach wenigen Sekunden Spreu vom Weizen unterscheiden. Auch über den Barcode ist eine solche Echtheitsprüfung möglich. 04/13


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