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  Offshore-Windanlagen
       Offshore Wind Parks


Als Hauptargument gegen Elektroautos gilt immer noch die nicht gerade leistungsfähige und schon gar nicht kostengünstige Batterie. Ist das wirklich alles, oder müssen wir uns auch fragen, wo denn der Strom herkommen soll, denn aus der Steckdose kommt die erneuerbare Energie nur tröpfchenweise. Auf Deutschland bezogen sind es (2012) etwa 20 Prozent, europaweit durchschnittlich nur etwa 10 Prozent.

Bekanntlich ist ein mit herkömmlichem Strom betriebenes Auto von der CO2-Emission einem guten Verbrennungsmotor unterlegen. Schade eigentlich, denn mit besserer Batterietechnik könnte das E-Mobil sogar helfen, beim Strom die ungleiche Verteilung von Angebot und Nachfrage durch intelligente Aufladeverfahren zu glätten.

Windkraft gilt als das Nonplusultra, besonders wenn sie das Landschaftsbild nicht beeinflusst. Also hinaus auf die See damit, so weit weg, dass sie von Land nicht mehr zu sehen ist. Und genau hier fangen die großen Probleme an. Nicht umsonst sind bei den ersten Anlagen die projektierten Kosten um 50 Prozent überschritten worden.

Stellen Sie sich vor, sie lassen ein neues Haus errichten und zahlen letztendlich 450.000 statt 300.000 Euro. Das ist eigentlich schon schlimm genug, nur dass sie auch noch Jahre später einziehen können. Man hat die Probleme beim Bau von Offshore-Windparks schlicht zu leicht genommen.

Die Prognosen von 10.000 MW bis 2020, also ca. 3.000 Windräder, sind nicht zu halten. Um das mit herkömmlicher Kraftwerkstechnik zu vergleichen: Ein Block eines Kohlekraftwerks hat ca. 1.000 MW. Also entspricht diese bis 2020 von der Windkraft auf See nicht zu erreichende Strommenge etwas mehr als drei herkömmlichen Kraftwerken.

Gut, die müssten auch erst projektiert und gebaut werden. Und die Rückkehr zu fossilen Brennstoffen wollen wir keineswegs. Es zeigt sich nur, wie dornig der Weg zu einer Energiegewinnung ist, die es allen Recht macht. Vielleicht sollte man die Photovoltaik in Deutschland nicht so verteufeln. Immerhin sind die Fördersätze zurzeit mit etwa 20 Eurocent pro kWh fast identisch.

Und die Windräder auf See werden diese Förderung wohl ewig schlucken, während Sonnenkollektoren nach 20 Jahren als abgeschrieben gelten. Windkraft auf See verlangt z.B. nach hohen Versicherungsprämien. Nein, nicht nur ein Windrad kann beschädigt werden, sondern die sogenannte Umspannstation. Dann ist der Ertrag für mehrere Windräder für längere Zeit verloren.

Ja, ursprünglich hat man mehr an die Schwierigkeiten gedacht, Windräder bei ca. 30 Meter Wassertiefe aufzustellen und gegen Wellen mit bis zu 20 Meter Höhe zu sichern. Dass aber die elektrische Energie an Ort und Stelle gewandelt werden muss, fand offensichtlich weniger Beachtung. Trotz moderner Technik sind das geschlossene und entsprechend stabile Hallen, deren Länge und Breite fast zwei Drittel der eines Fußballfeldes ausmacht.

Technisch hängt die ganze Kalamität mit der oft großen Entfernung von der Küste ab. Das oben zitierte Kohlekraftwerk hat die Umspannstation direkt nebenan. Von dort aus geht es oft mit Drehstrom weiter, aber in meterweit getrennten Leitungen. Sind auf dem Weg von Windpark zur Umspannstation hinter der Küstenlinie die Leitungen zu nahe beieinander, können sich die drei Phasen gegenseitig negativ beeinflussen.

Auch ist der dauernd wechselnden Spannung ein Magnetfeld entgegengerichtet, was zusätzliche Effizienz kostet. Die Lösung bietet der im Kraftfahrzeug so wohlbekannte Gleichstrom, der allerdings dort in Reinkultur auch nur noch selten anzutreffen ist. An Land wandelt man nur, wenn danach der Transportweg lang genug ist. Auf See muss man das aus den erwähnten Gründen für die vergleichsweise geringe Strecke von jetzt 15 bis vielleicht in Zukunft 100 km.

Keine leichte Aufgabe, wie man an den Riesenkästen neben den Windrädern sieht, und vermutlich auch in Zukunft, genau wie bei den Windrädern, mit Wartungs- und Reparaturarbeiten verbunden. Für uns als Verbraucher gibt es nur eine Möglichkeit, diese Schwierigkeiten zu begrenzen:
1. Das eine oder andere Windrad an Land tolerieren.
2. Energie sparen. 05/12








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