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Problem

Wenn es doch nur einen Teil beträfe oder bestimmte Staaten. Nein, es geht schlicht die ganze Menschheit an, das CO2-Treibhaus-Problem. Nicht lokal begrenzte Überschwemmungen und/oder Tornados sind gemeint. Inzwischen bezweifelt fast kein Wissenschaftler der Klimatologie, Meteorologie oder verwandter Disziplinen mehr die globale Erwärmung der Atmosphäre. Der für zu starke ökologische Ausrichtung gewiss unverdächtige Brite Sir Nicholas Stern, Chefökonom und ehemals zweiter Mann der Weltbank, hat im Auftrag der britischen Regierung die vermutlichen Kosten für die Behebung des Übels berechnet. Nach seiner Auffassung kann man diese nur mit den gesamten Kosten für beide Weltkriege und die große Wirtschaftskrise im vorigen Jahrhundert vergleichen. Terror und Krieg werden von vielen Menschen zu Recht als schrecklich empfunden, aber eine Klimakatastrophe bedroht uns deutlich mehr.
Der französische Staatspräsident Jaques Chirac ist sogar der Meinung, wir stünden an der Schwelle zum Unumkehrbaren.

Ursachen

Es ist eine Tatsache, dass der CO2-Anteil seit 1990 um 27% gestiegen ist. Dadurch kann Wärmestrahlung von der Sonne nicht mehr in ausreichendem Maß ins All zurückgeworfen werden. Der größere CO2-Anteil wirkt wie ein Treibhaus. Die daraus resultierende Erwärmung der Erde sieht zunächst wie ein Vorteil aus, bringt aber seit der Eiszeit fest gefügte Strukturen so durcheinander, dass der Mensch die Folgen vermutlich nicht überlebt. Es gibt also keine Alternative zum Klimaschutz.
Was sind die Folgen? In Dürregebieten wird es noch dürrer, in Feuchtgebieten noch feuchter. Die ungleiche Verteilung von Wasser nimmt also zu. Abschmelzende Polkappen erhöhen den Meerwasserspiegel und bringen damit Länder auf Meereshöhenniveau in Existenznot. Man könnte hier viele unmittelbare Folgen benennen. Die wichtigsten aber sind die das Problem noch verschärfenden Auswirkungen. Weniger Gletscher sorgen für weniger Reflexion der Wärmestrahlung und eventuelles Auftauen der kilometertief gefrorenen Böden der russischen Tundra setzen Methangase ungeheuren Ausmaßes frei, was zigfach klimaschädlicher als Kohlendioxid ist. Langsam aber sicher lassen wir einen (Un-)Geist aus der Flasche, den wir da nicht wieder hineinbugsieren können.

Lösungsansätze

Mit Sicherheit können wir jetzt nicht warten, bis die Brennstoffzelle serienreif ist. Auch gehört dazu, dass wir CO2-neutral genügend Wasserstoff gewinnen. Nein, wir brauchen Lösungen, die schon morgen greifen. Leider hat die Entwicklung der Kraftfahrzeuge in den letzten Jahrzehnten andere Ziele gehabt. Und wenn Sie Lösungen wie den Audi A2 als 3-Liter-Auto anbot, dann war das zu teuer und/oder wir als Kunden haben es nicht gekauft.
Statt der 400-km/h-Marke sollte die Industrie zunächst die 100 g/km Grenze für CO2-Ausstoß anpeilen. Und sich dann einen harten Preis-Wettbewerb liefern. Der sparsame Dieselmotor mit Partikelfilter ist nur ein Teil der Lösung. Es wird wohl auf absehbare Zeit auch noch Benzinfahrzeuge geben müssen. Wo ist der wälzgelagerte Motor ohne Drosselklappe mit Schichtladung? Vermutlich ist er ohne Turbo mit variabler Verdichtung sparsamer. Dazu als mögliches Extra ein mittelstarker Hybrid und statt der Klimaanlage eine zwar nicht ganz so effektive, aber sparsamere Variante völlig ohne umweltschädliche Kältemittel.
Das Publikum müsste zurück zum unbedingt benötigten Verkehrsraum. Schluss mit der Möglichkeit, im Auto über dem Kopf noch bis zu einem halben Meter Platz zu haben. Mit übergroßen Fahrzeugen tun wir alles für die Gegenwart der Kinder, aber zu wenig für deren Zukunft. Runter mit dem Stromverbrauch, der schon heute nagelneue Batterien lahmlegt. Irgendwann gibt es (als Extra) wieder das mit einer Kurbel zu betätigende Schiebedach, millimetergenau einstellbar, ohne Anleitung. Warum erfindet niemand ein Verfahren, Kohlefaser für Karosserien bedeutend billiger herzustellen? Klar, würde dieser Wagen immer noch etwas mehr kosten. Aber steigende Energiepreise glichen das ein wenig aus. Und die werden ganz sicher steigen!
Welches Land der Erde sollte denn sonst damit anfangen? Wenn Werbung uns teure Autos mit viel Leistung und Schnickschnack aufschwatzen konnte, kann sie auch unser Bewusstsein in Richtung Vernunft ändern. Statt in viele Pferdestärken würden wir in Technik für den Alltag investieren. Mehr automatisierte Schaltgetriebe für frühzeitiges, nicht zu lahmes Anfahren. Dann brauchen die letzten in der Schlange nicht so stark abzubremsen. Bei höheren Geschwindigkeiten dann etwas langsamer, genau umgekehrt wie heute oft gefahren wird.
Langfristig werden wir auch nicht um eine Methode herumkommen, nach gefahrenen Kilometern abzurechnen. Wieso geht das heute schon bei der Versicherung, nicht aber bei der Steuer? Ist es wichtig, ob die Kilometer auf der Autobahn oder in dicht besiedelten Städten zurückgelegt werden? Warum sollte einigermaßen fälschungssichere Erfassung der Fahrleistung in Lkw-Tachos nicht in vereinfachter Form auf Pkws übertragbar sein? Ist es wirklich mit so viel mehr Bürokratie verbunden, wenn der Tachostand beim Verkauf bestätigt werden muss? Hat man vorher geschummelt, fällt man jetzt auf. 09/08







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