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Fahren - Fehlverhalten



Irgendwie läuft da etwas falsch. Es ist die Arbeit von Konstrukteuren verglichen mit dem Vergnügen der Nutzer(innen). Ist dieses Verhältnis noch im tolerierbaren Bereich? Es gibt ohnehin das Problem, sich die Verantwortung klar zu machen, wenn man von jetzt auf gleich in ein Auto springt und losfährt.

Keine Minute des Bedenkens ist mehr geblieben. Sogar ein Diesel springt fast immer ohne merkliche Verzögerung an. Man muss u.U. keine Tür mehr aufschließen. Statt Zündschloss ein simpler Druckknopf. Im E- Mobil reicht es bisweilen schon Gas zu geben. Eben noch Zeitung lesend am Wohnzimmertisch, jetzt verantwortlich für 1 bis 2 Tonnen bewegliche Masse.

Kann das gut gehen? Kriegen wir den Unterschied zwischen Spaß und Ernst überhaupt noch mit. Von wegen virtuell. Eine kleine Unachtsamkeit und das teure Gefährt hat einen ebensolchen Schaden, noch glimpflich, wenn keine Menschen betroffen sind. Und was passiert, wenn unachtsame Autofahrer(innen) auf ebensolche Fußgänger(innen) treffen?

Klar der/die Fußgänger(in) verliert, aber kann uns diese Entwicklung kalt lassen? Die Hersteller von Automobilen fühlen sich in der Pflicht, immer noch mehr vernetztes Entertainment in die Autos zu integrieren. Aber sollte nicht Autofahren in erster Linie Fortbewegung bleiben, schneller als es dem Menschen ansonsten möglich ist. Mit immer kleiner werdenden Glasflächen (außer zum Himmel) entsteht so etwas wie ein privater Raum.

Viel Bedürfnis nach Privatissime, oftmals unterstrichen durch verdunkelte Heckräume. Nichts gegen Sonnenbrillen, außer vielleicht in gewissen Verkehrssituationen. Das Autofahren ist so selbstverständlich geworden. Fast wie Rolltreppe fahren. Aber dort kann man sich in den meisten Fällen nur selbst verletzen. Eigenartig auch die SUV-Mode. Es gibt den Leuten ein Gefühl von Sicherheit, aber das gilt nur für sie selbst.

Zugegeben, es geht nicht anders, als Gürtellinien noch etwas höher zu ziehen, Säulen stärker auszulegen, Innenraum in alle Richtungen zu polstern und zuzustopfen. Auch ist die runde Form mit flacher Windschutzscheibe aerodynamischer, was wiederum der Umwelt zugutekommt. Es ist Unsinn, die Verantwortung für schlechte Rundumsicht dem Hersteller anzulasten. Schließlich hat man sich doch das Fahrzeug angesehen, bevor man es gekauft hat.


Wenn die Industrie sich bei Neuerungen immer wieder auf das Käuferverhalten beruft, dann sind eigentlich wir gefragt. Man wird schließlich nicht zu Infotainment im Auto gezwungen. Es gibt Modellvarianten ohne überfrachtetes Lenkrad und immer noch eher übersichtliche und trotzdem bei Überschlag sichere Autos.

Kann es sein, dass manche in dieser Welt zu viel auf einmal wollen und dabei der Genuss der einzelnen Sache auf der Strecke bleibt? Nehmen Sie sich ein Beispiel an dem/der Ferrari-Fahrer/in, der/die abends nach anstrengendem Arbeitstag noch einmal die Landstraße unter die Pneus nimmt, ohne Radio, nur dem Motorsound verpflichtet. Preislich erheblich günstigere und umweltfreundlichere Varianten können Sie sich gefälligst selbst ausdenken. 09/15








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