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  Fahren 1 - Faszination Auto




Bestimmt haben Sie auch schon bemerkt, dass der Verkehr sich am Wochenende ganz anders verhält als an Werktagen. Plötzlich haben alle Zeit, manchmal sogar etwas zu viel ... Auch kann man länger andauernde Benzinpreiserhöhungen am Autobahnverhalten feststellen, weil dann doch die mittlere Dauergeschwindigkeit - abgesehen von einigen Ausreißern - deutlich sinkt. Es scheint, als könne man Teile der Befindlichkeit der Deutschen am Straßenverkehr ablesen.

Schade, dass die Intensivpflege (Waschen) zu Hause vor der Garage inzwischen weitgehend verboten ist, sonst könnte man vermutlich immer noch die rührende Zuneigung einzelner zu ihrem Gefährt erkennen. Heute ist dieses Bemühen an Waschstraßen gebunden. Immerhin noch an der steigenden Zahl dunkelfarbiger Lieblinge, die wohl von ihren Besitzern jede Woche in die Bütt gesteckt werden (müssen).

Europäisch betrachtet gibt es da wohl immer noch große Unterschiede. Italiener, die früher die Verbundenheit mit ihrem Auto durch grundsätzliche Totalrevision nach 100.000 km zeigten, sind den Deutschen wohl näher als die Franzosen, die ihren Autos wohl etwas seltener von außen anschauen. Immerhin ist auch hier die Federung straffer geworden, aber von der gemittelten Motorleistung her kombiniert mit dem Einkommen ist Frankreich mit Sicherheit auch heute noch bescheidener.

Bleiben wir in Deutschland, wo die Faszination für das Auto fast ungebrochen scheint, auch wenn die Neuwagenzulassungen in den letzten Jahren stetig zurückgegangen sind. Irgendwie scheint es eine Verbindung der Fahrzeugkategorie mit dem zu geben, was man von dem/der Fahrer(in) hält. Ein Verkäufer im Lupo scheint nicht so erfolgreich wie einer im Oberklassewagen. Wer nicht den Wert eines großen Wagens zu schätzen weiß, dessen Produkt kann auch nichts taugen.

Das Auto ist nach der Haut und der Kleidung ein weiterer Zwiebelring, mit dem man sich in der Öffentlichkeit sehen lässt. Eigentlich ein toter Gegenstand wird das Fahrzeug je nach Vermögen höchst lebendig. Wettbewerb ist möglich, ohne dass, wie z.B. beim Sport, lange trainiert werden muss. Wem danach ist, der kann schon in kürzester Zeit zur schnelleren Hälfte der Bevölkerung gehören. Deshalb sind manche Verkaufsobjekte durch die Monatsrate statt dem Verkaufspreis ausgeschildert. Noch nicht einmal viel Geld muss erarbeitet oder sponsored by Omi vorhanden sein, um sich den Traum von der Überlegenheit zu erfüllen.

Geringes Eigenkapital und/oder Kreditwürdigkeit lässt sich auch durch fortschreitendes Alter des Probanden umgehen. Alternde Superautos sind oft überraschend günstig, allerdings meist nur für kurze Zeit. Dann kommt der Frust doppelt zurück. Trotzdem bleibt die Lust auf Gas und Sound ungebrochen. Lieber einen Gang (oder mehr Gänge) höher, dann wird schon die Fahrt durch die Stadt zur Erbauung, Erholung vom Stress der fremd bestimmten Arbeitswelt.

Es gibt Länder, da spielen sich 50 Prozent und mehr der wachen Freizeit im Auto ab. So finden z.B. amerikanische Jugendliche nichts dabei, im Konvoi auf jeden Fall anders gestalteter Autos ein Motel einer weit entfernten Stadt zu erobern mit dem Ziel, von dort aus morgens, mittags und abends wieder im Konvoi eine Runde durch die nicht wirklich vorhandene Innenstadt zu drehen.

Schon eher kann man Verständnis aufbringen für Leute, die Auto fahren, um abzuschalten oder einen klaren Gedanken fassen zu können oder sogar um zu einer Entscheidung zu gelangen. Das Auto stellt sich als abgeschotteter Raum zur Verfügung. Man selbst hat die Entscheidung, ob man jemanden mitnimmt und wen. Solange noch genügend Aufmerksamkeit für die Sicherheit und Bedürfnisse der anderen Verkehrsteilnehmer übrig bleibt ...

Das alles reicht bei weitem nicht, um die Faszination für das Automobil zu ergründen. Gehen Sie ein oder zwei Mal auf eine Automesse. Hören Sie zu, wie der Dreiviertel-Wissende dem oder der Halbwissenden mit Hingabe ein Detail erklärt. Schauen Sie sich das Probesitzen auch und gerade nicht mehr ganz junger Herren auf schnellen Motorrädern oder in schnittigen Autos an. Sprechen Sie mit dem Auto-Liebhaber am Stand der Marke seines Herzens und lassen Sie sich deren Vorzüge erklären. Überlegen Sie währenddessen, wie tief sich diese Zuneigung (vielleicht schon über eine oder zwei Generationen hinweg) in dessen Persönlichkeit eingefressen hat und wie viel Aufwand evtl. nötig wäre, diesen von den Vorzügen einer anderen Marke zu überzeugen.

Wenn Sie Pech haben, begegnen Sie auf solchen Ausstellungen der Prominenz. Dann muss die Menschenmenge warten, weil für die Prominenz von Bodyguards eine Gasse freigehalten wird. Immerhin hat der Minister nur für ein kurzes Photo-Shooting gestoppt und nicht noch ein Interview gegeben. Pech für den Minister, dass niemand in der wartenden Menge seinen Namen kennt. Noch schlimmer, einer meint ihn zu wissen, aber es ist der falsche.

Haben Sie immer noch nicht genug? Dann besuchen Sie die Stände der Luxusautos. Die sind inzwischen nicht mehr völlig abgesperrt. Potentielle Käufer dürfen hinein und den vielen wartenden Menschen für längere Zeit unbeweglich im Bild stehen. Man darf vermuten, dass bei den hier üblichen Verkaufspreisen der Verkäufer mit dem potentiellen Objekt der Begierde zu einem viel entspannteren Gespräch auch zu ihnen nach Hause käme, aber da steht man eben nicht im Scheinwerferlicht und hebt sich so schön von der Masse ab.
03/08



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