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  Bedienungsanleitung 1



Eigentlich soll doch ein Auto möglichst Spaß machen. Der z.T. sehr dichte Verkehr, die hohen Spritpreise, die Umweltproblematik und drohende Sanktionen bei Fehlverhalten tun schon eine Menge, uns diesen Spaß zu verderben. Da darf man sich doch getrost einmal fragen, warum die Autohersteller dem Neuwagen eine Bedienungsanleitung mitgeben, deren Studium man am liebsten gänzlich vermeiden würde.

Dabei studiert man so manchen Artikel über Autos, aber was in so eine Bedienungsanleitung an Warnhinweisen passt, das hält man nicht für möglich. Dabei überbieten sich diese z.T. sogar noch an Ähnlichkeit. Ein Video aus dem Internet kann nicht schlimmer ruckeln als dieser Text. Für die eventuellen Verurteilungen vor Gericht müssen die Firmen dringend eine andere Lösung finden.

Es kann sogar noch schlimmer. Weil Betriebsanleitungen so vielfach übersetzt werden müssen, wählt der Hersteller eine ganz einfacher und bewusst wiederholende Sprache, idiotensicher und durch beinahe jede Software mühelos zu übersetzen. Das reicht auch, um einem die Freude am Neukauf restlos zu vergällen. Es wenig Freude an der Sprache gehört unbedingt dazu.

Erfolgreicher ist offensichtlich die Ikea-Methode. Hier wird so lange gezeichnet, bis Worte überflüssig werden. Aber Sie kennen auch bestimmt die Witze der Comedians über Ikea-Regale. Und ob man die Bedienung eines Autos relativ vollständig zeichnerisch erklären kann? Man soll es nicht glauben, aber es gibt unter den Menschen verschiedene Kapier-Typen.

Das einzig Wohltuende an den Kfz-Bedienungsanleitungen ist, dass man nicht geduzt wird. So rempelt einen im Baumarkt jede unbekannte Stimme an und tut so, als wäre man schon seit Kinderbeinen befreundet. Deshalb ist eine gewisse Höflichkeit gefragt. Aber wie gestaltet man denn jetzt eine Bedienungsanleitung richtig? Wie schafft man es, dass der Mensch sich möglichst viele Funktionen eine Produktes nutzbar macht? Schließlich soll er doch auch das nächste Produkt wieder bei der Firma kaufen.

Also zunächst sollte die schriftliche Form durch Bilder ergänzt werden, parallel dazu eine Internetseite oder App. Dort könnten dann auch kleine Videos laufen, aber bitte nicht einen Menschen zeigen, der das Produkt in der Hand hält und die ganze Zeit quasselt. Entsprechend sollte auch der Text aufgelockert sein, keineswegs spaltenweise uniform durchlaufen. Übrigens, etwas Humor schadet nicht, aber verschonen sollten sie den Leser mit zu viel gewolltem Wortwitz.

Wichtig wäre es noch, zwei Typen von Lesern zu unterscheiden. Die einen Lesen aus Spaß, die anderen haben ein Problem. Letztere bedient man mit einem Stichwortverzeichnis, dass man vielleicht auch schon zum Kurzlexikon ausbaut. Vielleicht sollten zukünftige Bedienungsanleitungen nicht nur in verschiedenen Sprachen, sondern auch in zwei Versionen ausgeliefert werden.

Den Spaß an der Sache fördert eine gewisse Entdeckerfreude. Würden die Hersteller sich mehr mit den Foren beschäftigen, in denen es (auch) um ihre Produkte geht, sie würden nicht nur für ihre Bedienungsanleitungen dazulernen, sondern auch für die Weiterentwicklung des Produkts. Und wenn die Hersteller dann Fachleute mit dem Ursprungstext betrauen und eher technisch Interessierte mit der Übersetzung, könnte ein Lernprozess in beide Richtungen stattfinden.

Für Autos werden allein in Deutschland pro Jahr 2 Mio. Euro an Werbung ausgegeben. Dann sollte es doch an der Erstellung einer vernünftigen Bedienungsanleitung nicht scheitern. Und noch ein Hinweis: Der Leser kann auch beleidigt reagieren, wenn er diese riesige Menge an Warnhinweisen schlucken muss, um an seine Problemlösung zu gelangen, oder wenn die Sprache sehr einfach oder gar dümmlich gehalten ist. Sich zurückgesetzt fühlen, das ist etwas, was der Mensch auch und gerade in unserer Zeit nun überhaupt nicht vertragen kann. 02/12



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