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Ausgleichsgetriebe




Das Ausgleichsgetriebe soll bei mehrspurigen Fahrzeugen mit zwei Antriebsrädern oder Allradantrieb das Drehmoment verteilen und gleichzeitig Drehzahlunterschiede z.B. bei Kurvenfahrt ausgleichen. Es reduziert damit den Verschleiß möglicherweise radierender Reifen.

Es wird auch 'Differenzial' genannt. Bei Kegelrad-Ausgleichsgetrieben wird über kegelförmige Planetenräder ausgeglichen. Meist geschieht dies über vier oder seltener sechs Räder (Bild unten), die alle miteinander im Eingriff sind.


Der Antrieb erfolgt über das Gehäuse (Bild 2) auf zwei einander gegenüberliegende Ausgleichskegelräder. Bei Geradeausfahrt drehen sie sich nicht. Der gesamte Kegelradsatz läuft als Block um und überträgt das Drehmoment auf die beiden Achswellenräder gleichmäßig. Es wurde als Differenzialgetriebe 1827 von dem Franzosen Onésiphore Pecqueur (1792–1852) für Dampfwagen erfunden.

Erst bei Drehzahlunterschieden (z.B. bei Kurvenfahrt) zwischen den beiden Achswellenrädern drehen sich die beiden Ausgleichskegelräder entgegengesetzt auf ihren Wellen im Gehäuse. Das Drehmoment wird grundsätzlich gleichmäßig auf beide Antriebsräder verteilt. Das Rad mit dem größten Schlupf bestimmt das übertragbare Drehmoment. Es ist am größten, wenn der Schlupf beider Räder etwa 0% beträgt - exakt 0% sind bei Vortrieb unmöglich. Um ein Durchdrehen eines Antriebsrades zu verhindern und das übertragbare Drehmoment zu erhalten, ist eine Ausgleichssperre nötig.

Bei Drehzahlunterschieden zwischen den Achswellenrädern dreht das eine Rad entsprechend langsamer, wie das andere Rad schneller dreht. Im Extremfall steht das eine still, während das andere die doppelte Drehzahl hat. Ausgleichsgetriebe kommen auch zwischen den Achsen eines permanenten Allradantriebs vor. Das Bild oben zeigt, dass sich auch die mittleren Drehzahlen von Vorder- und Hinterachse bei Kurvenfahrt unterscheiden. 05/15


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