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  Allradantrieb (Verteilergetriebe)




Das hier abgebildete Verteilergetriebe stammt vom Mercedes Actros, steht also für eine neuere Generation von Lastwagen mit Allradantrieb. Damit hat es auch eine gewisse Ähnlichkeit mit denen von (echten) Geländewagen. Man erkennt das an dem Planetengetriebe unten in der Mitte, das durch die unterschiedliche Dimensionierung von Sonnenrad und Planetenrädern eine feste Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse erlaubt. Die Drehmomentverteilung kann dann von 50 : 50 abweichen.

Doch der Reihe nach. Dieses Verteilergetriebe eignet sich prinzipiell für Fahrzeuge mit Frontmotor und Hinterradantrieb und wird hinter dem Getriebeausgang entweder direkt an dieses angeflanscht, oder wie z.B. beim Mercedes G-Modell über eine kurze Welle mit diesem verbunden. Das Verteilergetriebe kann auch vollständig im Getriebegehäuse integriert sein.

Stellen Sie sich bitte vor, das Ausgangsdrehmoment des Getriebes würde von links in die obere Welle einfließen. Dann haben wir an der Schaltmuffe gleich die Entscheidung zwischen Normal- und Geländeuntersetzung. Letztere kann für den Geländeeinsatz besonders wichtig sein, wenn z.B. einerseits langsame Fahrt angesagt ist, der Motor aber andererseits ein großes Drehmoment aufbringen soll. Ohne zusätzlich schaltbare Untersetzung ist ein echter Geländewagen eigentlich nicht denkbar.

Je nach Betätigung kann diese zusätzliche Untersetzung nur im ersten oder in allen Gängen ermöglicht werden. Im letzteren Fall sprechen wir von der Gesamtuntersetzung, bei der dann z.B. der zweite oder dritte Gang wieder dem normalen ersten entspricht. Eigentlich nötig ist also nur ein Gang, der den ersten auf halbe Fahrgeschwindigkeit (2 : 1) oder noch weniger bringt.

Deshalb kommt bei Allradfahrzeugen, die nicht vom Standardantrieb (Motor vorn, Antrieb hinten) abgeleitet sind und bei denen die Anbringung eines zusätzlichen Verteilergetriebes schwieriger wäre, ein Gang im Getriebe hinzu, der dann als Geländegang geschaltet werden kann. Die Wirkung ist die gleiche und hängt nur von der Übersetzung ab. Sie wirkt sich allerdings nicht wie die Gesamtuntersetzung auf den Rückwärtsgang aus, was in bestimmten Situationen von Vorteil sein kann.

Übrigens erlaubt das oben abgebildete Verteilergetriebe das Einlegen des Geländegangs nur im Stand, was an der fehlenden Synchronisation links und rechts von der Schaltmuffe oben zu sehen ist. Noch ein Vorteil einer Geländeuntersetzung, man neigt nicht dazu, eine geringe Fahrgeschwindigkeit durch schleifende Kupplung zu erzeugen, was deren Lebensdauer mit Sicherheit verkürzt.

Bei diesem Verteilergetriebe gibt es keinen direkten Gang. Dazu müsste die (normale) Kardanwelle zur Hinterachse oben rechts angeflanscht geht werden. Inzwischen achten die Konstrukteure im Hinblick auf Kraftstoffersparnis und CO2-Emissionen schon etwas mehr darauf. Immer geht das Drehmoment über eines oder beide Zahnräder der mittleren auf die untere Welle, links der Normal- rechts der Geländegang.

Will man also eine schaltbare Geländeuntersetzung realisieren, kommt man um einen zusätzlichen Gang im Normal- oder Verteilergetriebe nicht herum. Die früheren Vorgelege in den Antriebswellen oder die heutigen Außenplaneten reduzieren zwar die Drehzahl bei entsprechendem Drehmomentgewinn erheblich, tun dies aber dauerhaft, was nicht der eigentliche Sinn einer Geländeuntersetzung ist.

Da wären wir eigentlich mit der Besprechung dieses Verteilergetriebes durch. Baut man also die Kardanwellen unten links zur Vorder- und rechts zur Hinterachse an, kann es eigentlich ins Gelände gehen. Das hier wäre dann ein für Lkw noch etwas ungewöhnlicher permanenter Allradantrieb. Zum Abschalten der Vorderachse müsste man die Verbindung zur Welle nach vorn irgendwie stilllegen können.

Aber Vorsicht, trennt man nur die Verbindung nach vorn, dreht durch das Planetengetriebe diese Welle nach vorn hoffnungslos durch und das nunmehr nur hinten mit dem Antrieb verbundene Fahrzeug bewegt sich keinen Meter. Gut ist die Möglichkeit der Sperrung dieses Ausgleichs zwischen vorn und hinten durch Koppelung zweier Teile des Planetengetriebes, im Bild unten links eingezeichnet. 04/11



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