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Verteilergetriebe 4




Aufgabe

Manche Hersteller etwas größerer und auch solche etwas stärkerer Fahrzeuge halten am Konzept des Hinterradantriebs besonders für eine bessere Fahrdynamik fest. Natürlich wollen Hersteller schwerer Frontantriebslimousinen diese Argumentation so nicht gelten lassen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass beide Gruppen an ihrem Konzept auch bei der Entwicklung des Vierradantriebs festgehalten haben. Erst in letzter Zeit werden Frontantriebler als Allradler zu stärker heckgetriebenen Fahrzeugen. Die hier beschriebene, vollständig variable Verteilung der Antriebskräfte vorne/hinten wurde entsprechend der Werksphilosophie programmiert. Der aus einem Hecktriebler entwickelte Vierradantrieb hat wieder eher etwas zu viel Drehmoment an der Hinterachse außer, wenn diese vollständig durchrutscht.

Funktion

Im Bild wäre die Antriebseinheit oben rechts eingebaut. Links geht es zur Hinter-, rechts unten zur Vorderachse. Oben rechts neben der Gliederkette sorgt ein Planetengetriebe bei gleichmäßiger Traktion aller Räder für eine Drehmomentverteilung von 38% auf die Vorderachse. Damit behält das Fahrzeug seine auf mehr Drehmoment an der Hinterachse basierende Fahrdynamik bei. Diese grundsätzliche Verteilung wird durch die unterschiedliche Größe von Sonnen- und Planetenrädern ermöglicht.
Oben links vom Kettentrieb sorgt eine Lamellenkupplung für eine variable Verteilung. Sie wird über größere Öldrücke oder einen starken Elektromotor in sehr kurzen Zeitabständen ein- bzw. ausgerückt. Damit ist es möglich, sogar in der Kurve die Antriebskraftverteilung so zu ändern, dass evtl. kritische Fahrzustände vermieden werden. Dabei erhält genau die Achse weniger Drehmoment, deren Seitenführungskraft gerade überfordert wird. Das System stellt eine Ergänzung zum Elektronischen Stabilitätsprogramm dar. Es wirkt früher und so sanft, dass Durchschnittsfahrer den Eingriff nicht bemerken.
Für besonders drehmomentstarke Motoren im höchsten Gang kann die Kupplung bei durchdrehender Hinterachse auch geöffnet werden, um die Belastung der Vorderachse in Grenzen zu halten.


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