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Kraftstoffbehälter 2



Aufgabe

Schon mit der Einführung der Lambdaregelung mit Katalysator wurden alle Emissionen eines Fahrzeugs gesetzlich geregelt. Dazu gehörten auch der Lack und der aus dem Tank verdunstende Kraftstoff. Bei einem Überdruck im Kraftstoffbehälter darf also nur noch Luft ins Freie.

Funktion

Der Tank darf nicht hermetisch abgeschlossen werden. Allerdings sollen austretende Dämpfe ihren Kraftstoffanteil im Aktivkohlefilter zurücklassen. Sie müssen hier durch ein Kohlegranulat (Bild 2), das den Kraftstoff in flüssiger Form speichert. Der Aktivkohlefilter wird wieder sauber, wenn das Regenerierventil (Bauteil A in Bild 3) öffnet und Außenluft über den Aktivkohlefilter zum Motor hin angesaugt wird.

Dabei darf der Lambda-Regelkreis nicht nachhaltig gestört werden. Wenn beispielsweise im Leerlauf mehr Kraftstoff angeboten, als für ein Gemisch benötigt wird, muss das Steuergerät eingreifen und die Verbindung zwischen Saugrohr und Aktivkohlefilter sperren oder durch Pulsweitenmodulation einengen. Der zulässige Lambdawert darf also auf keinen Fall unterschritten werden. Die Einspritzventile werden automatisch auf entsprechend kürzere Öffnungszeiten umgestellt, eben durch die Lambdaregelung.

Übrigens wird die Fähigkeit des Steuergeräts zur Spülung des Aktivkohlefilters in einem OBD-System regelmäßig überprüft. Das Steuergerät öffnet das Regenerierventil und prüft die messbare Anfettung oder evtl. auch Abmagerung im Abgasstrang. Dieser Vorgang wird u.U. häufig wiederholt, weil je nach Zustand des Aktivkohlefilters nicht immer ein abweichendes Resultat erzielt wird.

Bei eventuellen Umbauarbeiten ist zu beachten, dass die serienmäßige Führung der Tank-Entlüftungsleitung nicht verändert wird, denn sie ist so verlegt, dass sich der Tank auch bei auf der Seite oder auf dem Dach liegenden Fahrzeug nicht entleeren kann. 05/10


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