Das Ausgleichsgetriebe soll bei mehrspurigen Fahrzeugen mit zwei Antriebsrädern oder Allradantrieb das Drehmoment verteilen und gleichzeitig Drehzahlunterschiede z.B. bei Kurvenfahrt ausgleichen.
Es wird auch 'Differenzial' genannt. Bei Stirnrad-Ausgleichsgetrieben wird über Planetenräder ausgeglichen, doch meist geschieht dies über vier (Bild oben) oder seltener sechs Kegelräder (Bild unten), die alle miteinander im Eingriff sind. Der Antrieb erfolgt über das Gehäuse (Bild 2) auf zwei einander gegenüberliegende Ausgleichskegelräder. Bei Geradeausfahrt drehen sie sich nicht. Der gesamte Kegelradsatz läuft als Block um und überträgt das Drehmoment auf die beiden Achswellenräder gleichmäßig. Erst bei Drehzahlunterschieden (z.B. bei Kurvenfahrt) zwischen den beiden Achswellenrädern drehen sich die beiden Ausgleichskegelräder entgegengesetzt auf ihren Wellen im Gehäuse. Das Drehmoment wird grundsätzlich gleichmäßig auf beide Antriebsräder verteilt. Das Rad mit dem größten Schlupf bestimmt das übertragbare Drehmoment. Es ist am größten, wenn der Schlupf beider Räder etwa 0% beträgt - exakt 0% sind bei Vortrieb unmöglich. Um ein Durchdrehen eines Antriebsrades zu verhindern und das übertragbare Drehmoment zu erhalten, ist eine Ausgleichssperre nötig. Ausgleichsgetriebe kommen auch zwischen den Achsen eines permanenten Allradantriebs vor.
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