Die Abgasentgiftung soll im Ottomotor das Luft-Kraftstoff-Verhältnis so regeln, dass der nachgeschaltete Katalysator möglichst viele Schadstoffe in unschädliche Abgasbestandteile umwandeln kann. Als unschädliche Abgase gelten CO2 (Kohlendioxid) und H2O (Wasser), das unter 70°C als Weißrauch austritt.
Funktion
Während des Motorlaufs liefert die Lambdasonde dem Steuergerät Signale über die Gemischzusammensetzung. Es nutzt in den meisten Betriebsbereichen die Daten, um das ideale Mischungsverhältnis von 14,8 kg Luft zu 1 kg Kraftstoff (Lambda = 1) einzuregeln. Das Verhältnis der schädlichen Bestandteile (CO, CH und NOX) ist dann im Abgas so, dass sie im Katalysator durch gleichzeitige Oxidation und Reduktion gegeneinander ausgeglichen werden können. Der Sauerstoffüberschuss von NOX wird durch den Sauerstoffmangel von CO und CH ausgeglichen. Nur in den Bereichen Kaltstart und oft auch Beschleunigung und Volllast ist ein fetteres Gemisch nötig.